Töpferei
Bei der Keramikherstellung bedienen wir uns verschiedener Fertigungstechniken. Neben der Produktion an der für eine Töpferei typischen Drehscheibe und der Modellage oder dem Gefäßaufbau per Hand gießen wir Figuren mit flüssigem Ton in Gipsformen. Wir verwenden bei der Herstellung weiß, rot und schwarz brennende Dreh-, Gieß- und Aufbaumassen, die bei 1150°C im Elektroofen gebrannt werden, sowie einen lederfarbenen Steinzeugton, der bei 1230°C gebrannt wird.
Neben der fertigen Keramik und den Zwischenprodukten (sogenannte “Schrühlinge”) können Sie bei uns auch die Gieß-, Dreh- und Aufbaumassen für Ihre eigenen kreativen Ideen erwerben. Die mit weißem Ton hergestellte Schrühware (900°C) wird gern von Hobbykünstlern zum Selbstbemalen mit Kaltmalfarben oder zum Dekorieren mit der Serviettentechnik genutzt.
Unsere Produkte sind ausschließlich in unserem Hofladen erhältlich. In unserer Ausstellung können Sie sich in Ruhe umschauen, sich von uns beraten lassen, das eine oder andere Stück erwerben oder Ihre persönliche Bestellung abgeben. Somit bietet der Töpferhof Döscher eine einzigartige Auswahl, die bei jedem Keramikfreund den “richtigen Ton” treffen wird.
Die Arbeitsschritte zu einem Keramikgefäß:
Nach dem jeweiligen Grundformungsprozess (Drehen, Gießen, Aufbauen, Modellieren) und einer gewissen Trocknungsphase kann der “lederharte” Rohling mit Henkel, Tüllen oder vielen weiteren plastischen Dekorationen versehen werden. Dabei erfreuen sich unser Ritzdekor mit Sonnenblumenmotiv und die anmodellierten Rosen besonderer Beliebtheit. Mit der Kennzeichnung der Werkstücke durch unser Doppelkreuz (#) am Gefäßboden sind die Arbeiten an der Form des Stückes abgeschlossen.
Nach weiterer Trocknungszeit erfolgt der Rohbrand, auch Schrühbrand genannt, bei ca. 900°C in einem unserer elektrisch betriebenen keramischen Brennöfen. Nachdem das Stück geschrüht ist, kann es glasiert und nach Bedarf mit sehr vielfältigen Mustern und Farben – modern oder traditionell - gestaltet werden. Hierbei finden bei uns die Techniken der Unterglasur- und die der Inglasurmalerei Anwendung. Bei der Unterglasurmalerei wird die Schrühware erst bemalt und anschließend transparent glasiert. Im Gegensatz dazu wird bei der Inglasurmalerei zunächst eine Glasur-grundierung aufgetragen und anschließend auf das frisch glasierte Werkstück gemalt. Als Maluntergrund dienen schneeweiße oder leicht farbige Glasuren. Der zweite und letzte Brand bei ca. 1150°C (Glattbrand) gibt dem Stück sein endgültiges Aussehen.
Sie sind herzlich eingeladen, sich in unserer Töpferwerkstatt selbst einen Eindruck zu verschaffen und uns an Werktagen bei der Produktion über die Schulter zu schauen. Ein Besuch lohnt sich.


